Leipziger Buchmesse


 

Man ahnt gleich, worum es auf dieser Messe geht!Stapel

 

 

Seit etwas über 20 Jahren fahre ich inzwischen zur Leipziger Buchmesse und entdecke immer wieder Neues und Anderes.

Unter anderem deshalb, weil immer wieder irgendetwas neu und anders ist!

 

Die Stadt zum Beispiel: Jedes Jahr war dort, wo vorher ein Loch gewesen war, ein Bauzaun; dort, wo ein Bauzaun gewesen war, ein Haus; und, dort, wo ein Haus gewesen war, ein Loch.

Das geht mittlerweile nicht mehr ganz so rasant, und es verlagert sich weiter in die äußeren Stadtteile, aber immer noch sieht Leipzig jedes Jahr anders aus.

Auch die Messe verändert sich, reagiert schnell auf die von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen:

Eine zusätzliche Messehalle, Umleitung der Menschenströme, mehr Toiletten, mehr Catering aller Art, mehr Garderoben – alles bleibt flexibel.

 

Vieles bleibt natürlich auch gleich.

Was wäre der Donnerstag ohne die große Buchpreisverleihung unter den Magnolien in der Glashalle? Und den gleich anschließenden hektischen Lauf zur Leseinsel in Halle 2, um nahtlos die Vergabe des Fantasypreises Seraph mitzubekommen?

Seraph

 

  • Katharina Seck (2. v.r.) bekommt den Seraph-Buchpreis 2017

 

Was wären die Tage – und vor allem die Abende – ohne „Leipzig liest“? Das parallel zur Messe laufende Lesungs- und Veranstaltungsprogramm findet einfach überall statt. Jeder einigermaßen öffentliche Ort, an dem sich mindestens zehn Menschen zum Zuhören versammeln können, macht mit. Eine ganze Stadt lebt Literatur und atmet Literatur und ist für ein paar Tage Literatur, nicht nur in ihren Buchhandlungen und Bibliotheken, sondern ebenso in Polizeiwachen, Blumenläden, Modeboutiquen und natürlich Kneipen.

(Eva Menasse, Ronja von Rönne, Zsuzsa Bank in Gesprächen)

Ist doch egal, wo die Lesung stattfindet? Nicht ganz! Bei einer Kaffeepause hörte ich eine Unterhaltung am Nebentisch mit, wo eine Gruppe ihren Abend plante.

A: „Ich würde gern zu dem Kafka-Abend.“

B: „Aber Heidegger und Wittgenstein – das klingt auch interessant, oder?“

C: „Lasst uns doch zu dieser Lesung über die Erfahrungen in der Pornobranche gehen!“

A und B: „???“

C: „Habt ihr nicht gesehen? Das findet in einer Tabledance-Bar statt, und da würde ich mich doch normalerweise nie reintrauen!“

A und B: „Überzeugt. Da gehen wir hin.“

Schlösschen

 

  • Ein wunderbarer Ort für Lyrikabende: Das Gohliser Schlösschen

 

Was wäre die Messe, vor allem aber der Samstag, ohne die Cosplayer?

Eine geballte Ladung Kreativität, Geduld und Begeisterung verleiht Lesen und Medien einen etwas anderen Look, und der ist bunt.

  • Zwei Freundinnen  als Disney-Prinzessinnen – mehr von den beiden findet ihr auf Facebook unter „Kairi In Wonderland“ (Belle) und unter „Sennars Art“ (Cinderella).

 

Ahri (2)

  • Auch Ahri aus League of Legends kam zur Buchmesse.

 

Und was wäre die Messe ohne das plötzliche Zusammentreffen mit alten Bekannten von zu Hause?

SimakSimak Büchel stellte dem Leipziger Publikum das Bonner Lesefest „Käpt’n Book“ vor – als langjähriger und immer wieder gern gesehener Gast war er dafür genau der Richtige.

 

Es waren ein paar atemlose, inspirierende und sehr literarische Tage.

Ich kann kaum erwarten zu sehen, was sich nächstes Jahr alles verändert. Und was gleich bleibt.

 Silke Kovar

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Eine Antwort zu Leipziger Buchmesse

  1. ein Leser schreibt:

    Ein ganz großartiger Blog! Nicht so viel Gelaber, und trotzdem steht alles drin! Like!!

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